Unterschied: Grippaler Infekt zu Echter Grippe

Der häufiger vorkommende, grippale Infekt (die Erkältung):

 

meist schleichender Beginn, mit Frösteln und Nasensymptomen und Halsbeschwerden, mit oft garkeiner erhöhter Temperatur, oder nur leichtem Fieber, viele verschiedene Viren als Auslöser, daher kann man häufiger erkranken und es gibt keine Impfungen dagegen, ganzjährig möglich, häufiger in der kalten Jahreszeit, oder bei stärkeren Temperaturveränderungen, meist keine Komplikationen, vorallem Tröpfcheninfektion, also Übertragung beim Sprechen, Husten und Niesen, aber auch beim Händeschütteln und über Türgriffe und beim „Bussigeben“ möglich, nur symptomatische Therapie möglich: absolute körperliche Schonung, Inhalationen, entzündungshemmende Medikamente, abschwellende Nasensprays oder -tropfen, desinfizierende Gurgellösungen, viel trinken, Hühnersuppe essen und Tees trinken und viel schlafen, eventuell Bettruhe und Krankenstand, je nach Ausprägung und Schweregrad der Erkrankung.

 

Die seltenere, echte Grippe

 

schlagartiger Beginn, meist mit hohem Fieber, meist über 38°C, manchmal bis fast 41°C, Abgeschlagenheit und Glieder- und Muskelschmerzen, oft begleitet von einem trockenen Husten und Kopfschmerzen, verschiedene Virusstämme, aber vom Influenzatyp, oft Subtypen von A, B, oder C, saisonal im Winter vorkommend, meist ab Dezember, häufiger Komplikationen, vorallem im Bereich der Lunge, also für bereits davor geschwächte Menschen dann manchmal lebensgefährlich, jedes Jahr wird geschaut, welche Influenzatyp „im Anmarsch ist“ und man kann sich vor der „Grippewellensaison“ genau gegen diese Subtypen der Saison impfen lassen, daher jährliche Impfung für jährlichen Schutz notwendig, Übertragung gleich wie beim grippalem Infekt, auch die symptomatische Therapie ist gleich, eventuell ist ein Antibiotikum bei einer Lungenentzündung notwendig, wenn sich ein Bakterium, auf die durch Viren geschwächte Bronchialschleimhaut „draufgesetzt hat“, am Anfang der Erkrankung aber auch antivirale Therapie möglich (Stichwort Tamiflu, nur innerhalb der ersten 36 Stunden nach dem Auftreten der ersten Symptome vermutlich sinnvoll), natürlich Krankenstand, da man, wenn man die echte Grippe hat, wirklich so stark geschwächt ist, dass man Bettruhe einhalten muss und auch will.