Druckausgleich: Fliegen, Tauchen, Kinder

Schwierigkeiten beim Druckausgleich sind häufig vorkommend.

 

Äußerst häufig treten bei Kindern und Kleinkindern bei Landungen mit dem Flugzeug Schmerzen auf, weshalb die Kleinen häufig weinen müssen.

 

Die Ursache, warum die Kleinen es mit dem Druckausgleich noch schwerer haben, ist, dass bei Ihnen auch noch die „Kinderpolypen“, die adenoiden Vegetationen, die sich ganz hinten, hinter dem Ende der Nase, am Rachendach befinden, oft die Luftzufuhr einschränken.

 

Die Kinderpolypen sind in der Nase für die Abwehr zuständig, so wie die Mandeln (Tonsillen) im Mund-Rachen-Bereich es sind.

 

Da seitlich im Nasenrachen, dort wo sich die Kinderpolypen befinden, auch jeweils die Eustachische Röhre (Tuba auditiva) seitlich abgeht, die die Verbindung zum Mittelohr darstellt, wird diese oft verlegt und es herrscht ein chronischer Unterdruck im Mittelohr, da es nicht, wie sonst üblich, bei jedem Schluck automatisch zu einen Druckausgleich kommt.

 

Deswegen haben Kinder mit zu großen „Kinderpolypen“ auch oft „Schleim“ statt Luft im Mittelohr und es kann zu einer Hörminderung, daher zu einer Sprachentwicklungsverzögerung und zum nächtlichen Schnarchen und tagsüber zu einer Mundatmung kommen.

 

Die „Kinderpolypen“ muss man operieren, wenn es häufig zu Mittelohrentzündungen kommt, das Kind Atemaussetzer in der Nacht hat, oder es zu starken, nächtlichen Atembeschwerden kommt, oder bei häufigen Infekten, aufgrund der nicht physiologischen Mundatmung und bei einem chronischen Schnupfen.

 

Bei Erwachsenen kann es bei Beschwerden im Bereich der Tube zu Belüftungsstörungen des Mittelohres kommen, also zu Druckausgleichsschwierigkeiten.

 

Viel öfters aber kommt es zu Druckausgleichsproblemen, bei jeglicher Form der Nasenatmungseinschränkung, dann auch verstärkt auf diesem Ohr, auf dessen Seite auch das Nasenloch stärker verlegt ist.

 

Nasenscheidewandverkrümmung (Septumdeviation)

 

Erwachsenenpolypen

(Polyposis nasi, meistens als Zeichen einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis))

 

Vergrößerte untere Nasenmuscheln (oft bei einer bestehenden, inhalativen Allergie (Hypertrophie), die oft zu einer wechselhaften Nasenatmungseinschränkung führt und vorallem beim Niederlegen kommt es zu einem Anschwellen der unteren Nasenmuscheln durch die Schwerkraft.

 

Die Nasenmuscheln alleine kann man heute durch einen kleinen Lokaleingriff verkleinern. (RFITT, Coblation, Celon…)

 

Vorallem beim Abtauchen kommt es bereits beim ersten Meter zur stärksten Druckveränderung pro Meter und schon da muss der Druckausgleich funktionieren, oder ständig selbst durchgeführt werden.